Bei Parteitagen kann man immer sehr gut sehen, welchen Kurs eine Partei zukünftig, vor allem im Hinblick auf den Wahlkampf, einschlagen wird. Parteitage ist sozusagen Parteiarbeit in komprimierter Form. Man kriegt mehr Inhaltliches von einer Partei zu hören als über ein ganzes Jahr.
Der FDP-Parteitag war natürlich besonders interessant nach den veränderten Umfragewerten aller Parteien in der letzten Zeit und den Koalitionsplänen nach der Bundeswahl. Die FDP hat uns sehr überrascht. Nicht, weil sie neue Wege einschlägt und eine radikale Position einnimmt; dass wäre nichts neues. Sie tat gerade das Gegenteil: Der Parteitag lief friedlich ab, es wurde sich schnell auf viel geeinigt und kontroverse Entscheidungen offen gelassen.
Die ZEIT online fasst die Entscheidungen sehr übersichtlich zusammen (http://www.zeit.de/online/2009/21/fdp-parteitag?page=1 )und zeigt uns auch, dass die FDP sich zum Glück nicht plötzlich um 180° gedreht hat und entgegen ihrer Natur handelt, sondern dass durchaus noch kritische Stimmen zu hören sind, was mich dann doch beruhigt hat. Wer will schon Konsens, weil es so einfacher und positiver für die FDP ist? Dafür machen wir keine Politik. Politik ist nicht für Parteien gemacht, sondern für die Bevölkerung.
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